Gyrath
Das Königreich des Westens
Weit im Westen von Verim, weit weg von Tredanien, da wo die Winter hart und die Sommer kurz sind, haben die Wimmen ihre Königreiche. Die Wimmen sind die Nachfahren des Großkönigs Erwind. Dieser führte einst Flüchtlinge des tredanischen Feldzuges nach Westen, durch die Stadtstaaten, um den Besatzern zu entkommen. Mit viel List und Mut schafften sie es über einen Bergkamm, den die Tredanier, die über Sternhaf als Brückenkopf vordrangen, nur in kleinen Zahlen überqueren konnten. Etwa zwei Tagesmärsche weiter fanden sie den Fuß des Vulkans Gyrat. Die heißen Quellen führten giftiges Wasser, welches jedoch den Boden auftaute und fruchtbar machte. So errichteten sie um den Vulkan herum ihr Königreich. Sie gruben Bergwerke in den Vulkan und förderten seltene Mineralien und Erze zu Tage, wie man sie nirgends sonst findet. Klingen aus gyrater Stahl sollen jede Rüstung durchdringen und jedes Monster erschlagen können. So heißt es weiter, dass Erwind selbst, mit einem Speer, dessen Spitze aus gyrater Stahl bestand, einen Drachen tötete, der den Vulkan bewohnte und die Bewohner terrorisierte. Er habe das Blut des Drachen getrunken und soll fortan soll weder Feuer noch Lava ihm etwas angehabt haben können. Weiter heißt es, dass das Herz des Drachen ihn Untersterblichkeit schenkte, bis jemand das mumifizierte Herz des Drachens gestohlen haben soll. Seitdem liegt Erwind in einem Sarg aus Vulkanglas, bis zu dem Tag, an dem jemand das Herz des Drachen findet und es zurückbringt. Die Bewohner des Westens glauben, an diesem Tag wird sich Erwind als Großkönig erheben und die Tredanier, die nach ihrer Überzeugung das Herz gestohlen haben, mit seiner Wut zerschmettern.