Orks

Die Orks des Halbmondkontinents sind ein nomadisches Volk, das einen großen Teil seiner Kultur auf die Jagt ausgerichtet hat. Orks leben fast nur in der Wüste und sind gut an diese unwirkliche Umgebung angepasst, dass sie andernorts kaum Fuß fassen können. Ihre Körper sind sehr gut darin, wenig wärme zu produzieren. Schon milde Temperaturen bringen sie daher bereits zum zittern.

Stammesleben

Orks leben in Stämmen. Diese Stämme setzen sich aus Familien zusammen. Eine Stamm kann zwischen 3 und über 60 Familien groß sein. Die größten beobachteten Stämme zählten laut tredanischen Spähern fast 1000 Individuen. Um das Miteinander zu regeln haben Stämme je ein Oberhaupt für die Jagt und eines für die Geisterarbeit.

Oberhäupter

Das Oberhaupt der Jagt organisiert die Jagten und prüft und wählt neue Jäger aus. Die Arbeit seiner Jäger ist ausschlaggebend für das Fortbestehen des Stammes. Das Oberhaupt der Geister bleibt den Großteil der Zeit bei allen, die nicht an der Jagt Teilnehmen und kümmert sich um die internen Belange. Das kann das Schlichen von Streit, das Aufteilen von Jagtbeute oder das Organisieren von Reparaturen sein.

Sandboote

Die Fortbewegung von Orks ist nicht weniger als abenteuerlich. Um die Sandwüste schnell durchqueren zu können, nutzen Orks Sandschiffe. Ork-Zauberer sorgen mit einem Volkszauber für ausreichend Wind, sodass ein ganzes Stamme innerhalb eines Tages hunderte Kilometer zurücklegen kann.

Jagt

Die Jagt ist für jeden Ork heilig. Alles richtet sich auf das Jagen aus. Auch Orks, die nicht jagen, arbeiten um die Jagt zu unterstützen. Orks jagen so ziemlich alles, was in der Wüste lebt und eine Herausforderung bietet: Basilisken, Belagerungskäfer und sogar blaue Drachen wurden bereits von orkischen Jagtgruppen erlegt. Die absolute Krone einer jeder Jagt ist jedoch das Erlegen eines Purpurwurms.

Der heilige Wurm

Purpurwürmer sind nicht so selten wie blaue Drachen, aber deutlich mächtiger und aggressiver, als so ziemlich alles andere, was die Wüste bewohnt. Die Sichtung eines Purpurwurm ist für einen Orkstamm eine heilige Offenbarung, der mit einer Jagt gehuldigt werden muss. Sobald ein Purpurwurm gesichtet wurde, werden Fährtensucher losgeschickt, um den Wurm nicht zu verlieren. Innerhalb von Stunden formiert sich ein Jagdtrupp. Nicht selten finden sich dazu auch mehrere kleine Stämme zusammen. Diese Form von Kooperation mündet bei einem Erfolg nicht selten in einer Zeremonie, bei der Orks verschiedener Familien den Stamm wechseln. Das ist das nächste, was unter Orks an eine Hochzeit heranreicht.

Jagtwaffen

Die Orks haben verschiedene Waffen, um eine Jagd zu begehen. Viele davon sind speziell für sehr große Beute gedacht. Da wäre der Knochenspeer (Kurch, orkisch: langer Stock), eine mindestens 3m lange Harpune aus Knochen mit drei Spitzen. Auf zwei dritteln der Länge sind Seile befestigt, damit eine Kreatur, die vom Speer aufgespießt wurde, mit mehr Kraft zu Boden gezwungen werden kann. Orks verwenden außerdem einen Riesenbogen (Schu-Kurch, orktisch: langer, Volgel-Stock). Das sind Bögen aus Chitin des Purpurwurm, mit einer länge von fast 4 Metern. Um den Bogen überhaupt zu spannen, muss der Ork mit beiden Beinen in den Bogen treten und die Sehne mit beiden Händen ziehen. Das macht einen Riesenbogenschütz effektiv zu einer Balliste - welche in der Lage ist, die Panzerung eines Purpurwurm oder Belagerungskäfers zu durchschlagen.