Tredanien
Das älteste Reich der Menschen ist Tredanien. Fast alle größeren Städte, Festungen und fruchtbares Land stehen unter der Kontrolle des Kaiserreiches. Den massiven Einfluss verdankt es nicht zuletzt der Königsfamilie der Viromeer, einem uralten Geschlecht, das zu Zeiten der Elfen entstand und bis heute besteht. Sie unterwarfen in frühen Zeiten als gnadenlose Generäle und weise Anführer die alten Königreiche. Sie teilten Ländereien neu auf, ließen Berge abtragen, Wälder roden und vertrieben die Elfen aus ihrem angestammten Gebieten, um ihre prachtvollen Städte zu errichten. Die Schätze, die sie den alten Königen der Elfen entrissen, verwandten sie in die Aushebung von Armeen, um die bekannten Lande zu erobern und alles zu zerschmettern, was ihnen in die Quere kommen sollte.
Die Anfänge
-50T bis 100T Tredanien begann seine Existenz als einfaches Königreich im Osten des Halbmondkontinents Thedos. Die moderne Geschichtsschreibung setzt den Beginn der tredanischen Ära (also das Jahr 0T) auf das Jahr der Krönung des ersten Königs aus dem Haus der Viromeer. Die Viromeer galten bereits damals als großes und mächtiges Haus in Thedos mit einer großen Menge an Gelehrten und in ihren Reihen. Die Viromeer waren es auch, die die Magie ausführlich studierten und sie so ihren Mitmenschen beibringen konnten.
Das Menschenbanner
Um 100T Die Viromeer begannen einen Feldzug zur Einigung aller Menschenreiche. Als einziges Königreich mit verlässlichem Zugang zur Magie, konnten die anderen Menschenreiche dem jungen, aufstrebenden Tredanien nicht viel entgegensetzen.
Zeit der Aufklärung und Teilung
Um 200T Parallel zum Feldzug zur Einigung der Menschen, brachte Tredanien eine Vielzahl großer Gelehrter hervor, die auch außerhalb von Magie viele Entdeckungen zum Wohle des Reiches machten. Man entwickelte nicht nur die Metallurgie für bessere Waffen und Rüstungen weiter, sondern erforschte auch die Naturwissenschaften, entwickelte bessere Bewässerungstechniken, erforschte und züchtete Pflanzen für bessere Ernten und entwickelte erste Konzepte über Stadtplanung, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
Phönix
350T Während in den meisten Gegenden ein einfacher Geister- und Ahnenglaube herrschte, der den alltäglichen Fragen der Menschen mit Einfachheit und aufrichtiger Moral begegnen konnte, trieben die Viromeer den Phönix-Kult als neue Staatsreligion voran. Der Glaube an den Sonnengott sollte die Länder der Menschen einen.
Neid und Tore
490T Um 489T begannen die ersten Konflikte auch mit den Elfen im Norden und im Westen. Nach wiederholten, gescheiterten Verhandlungen um das Wissen über die elfischen schwarzen Tore, erklärte König Khanalus vis Viromeer der Jüngere den Krieg gegen die Elfen. Der Krieg lief langsam an und begann mit kleinen Scharmützeln im Norden.
Ein geeinigtes Tredanien
580T Nach mehr als 400 Jahren des Kampfes gab es auf Thedos nur noch ein Hand voll Königgreiche, die nicht unter tredanischer Flagge lebten. Besonders zu nennen sind hier Nortal und Wimmern. Alles andere, was einst von Menschen besiedelt war, gehörte nun zu Tredanien. Und ein neuer Feind war auserkoren: Die Anderlinge.
Die große Vertreibung
600T Tredanien erklärte allen Nicht-Menschen den Krieg und zog gegen die Elfen und Gnome im Norden, die Elfen im Westen, Zwerge im Süden und die nomadischen Halblinge und Orks in den Krieg. Erklärtes Ziel war die Vernichtung und wenn dies nicht möglich war, die Vertreibung.
Zwergenburgen
Die Hügelzwerge des Südens taten, was sie am besten konnten: Ausharren. Noch nie hatte jemand es geschafft, ihre Burgen zu nehmen. Aber so wirklich hatte es auch noch nie jemand mit solch Grausamkeit und kalter Effizenz versucht. Waren die Menschen schon immer gierig gewesen, so hatten die meisten doch zumindest anstand. Eine tödliche Annahme. Unter dem Vorwand der Verhandlung einer Waffenruhe, drangen hundert Soldtaten in die nördlichste Zwergenburg Kir-Atif ein und ermordeten in der Nacht jeden, der sich darin befand. Die Geheimnisse, die der Burg in den kommenden Monaten entrissen wurden, wurden für die Eroberung der restlichen drei, vermeintlich uneinnehmbaren Burgen Kir-Lehn, Kir-Rem und Kir-Ana verwendet. Die Zwerge flogen nach Süden und begaben sich über den Seeweg in den tiefen Norden ins Randgebirge, wo der Gnomenkönig allen Anderlingen Asyl zugesprochen hatte.
Elfische Verzweiflung
Härter noch als die Zwerge, traf es die Elfen, deren Wälder systematisch niedergebrannt und vergiftet wurden. Angeführt von Feuermagiern, brannten tredanische Truppen jede elfische Siedlung nieder, die sie finden konnten. Häufig gab es nur eine Handvoll überlebende Flüchtlinge. Die Ziggurats der Elfen, ihre Waldfestungen, wurden monatelang Belagert und ausgeräuchert. Die meisten elfischen Hohepriester vernichteten jedoch das innere der Ziggurats lieber, als es den Menschen in die Hände fallen zu lassen.